Dr. Christine Jochum übernimmt die Leitung der Fachkliniken für Neurologie und Geriatrie in den MEDICLIN Bosenberg Kliniken
St.Wendel, 21.11.2025. Im Januar 2013 startete Dr. Christine Jochum als Assistenzärztin in der Neurologie der MEDICLIN Bosenberg Kliniken. Seit 01. November 2025 ist sie dort Chefärztin der Fachkliniken für Neurologie und Geriatrie. „Ein ziemlich geradliniger Weg“, weiß Jochum. Das habe einen guten Grund: „Ich fühle mich hier in der Klinik einfach sehr wohl. Wir sind ein gutes Team, die Kommunikation klappt und die Qualität der medizinischen Behandlung ist sehr hoch“, sagt Jochum.
Die Arbeit in der Reha ist noch „viel besser als erwartet“
Als Assistenzärztin im damaligen Städtischen Klinikum Neunkirchen gab ihr ein Kollege den Tipp, sich in einer Reha-Klinik zu bewerben. „Ich wollte bei meiner Arbeit als Ärztin mehr Zeit haben, auf die Patientinnen und Patienten einzugehen. Nicht nur eine schnelle Diagnose stellen, sondern Kontakt mit ihnen haben und ihren Weg begleiten“, erzählt Jochum. „Die Vorurteile, die viele Ärztinnen und Ärzte über Reha-Kliniken haben, kann ich überhaupt nicht bestätigen. Für mich ist die Arbeit sogar noch vielfältiger und erfüllender als erwartet. Wir können hier Patientinnen und Patienten ganzheitlich betrachten, weil wir im multimodalen Team zusammenarbeiten.“ Deshalb sei sie quasi hier „hängen geblieben“, erklärt die Neurologin.
Ihre Schwerpunkte: Multiple Sklerose und Post-COVID
Seit 2017 hat Jochum auch das bestehende Multiple-Sklerose-Team ergänzt und die Strukturen weiterentwickelt. Seither ist sie die Leiterin des MS-Teams. Dieses besteht aus Vertreterinnen und Vertretern aller Fachabteilungen der Klinik. Jeder Bereich, der an der Behandlung beteiligt ist, kommt hier zu Wort. Gemeinsam entwickelt das Team unter anderem das Behandlungskonzept bei Multipler Sklerose stetig weiter. Neben der MS ist auch Post-COVID ein Schwerpunkt der Medizinerin. „Wir haben zudem viele Post-COVID Patientinnen und Patienten in der Behandlung. Mittlerweile können wir auch hier auf ein ganzheitliches, fundiertes Behandlungskonzept zurückgreifen“, sagt Jochum.
Ganzheitlich behandeln: das funktioniert nur im Team
Als Chefärztin ist ihr größtes Interesse „die Klinik in ihrer Qualität zu halten und weiterzuentwickeln“. Das Rezept dafür: Teamarbeit. „Die Patientinnen und Patienten können wir am besten in einem funktionierenden Team behandeln. Die Kommunikation unter allen Beteiligten muss stimmen. Neben regelmäßigen fachübergreifenden Besprechungen, bedeutet das vor allem auch Offenheit, Ansprechbarkeit und Kritikfähigkeit. Nur so kann man gemeinsam wachsen“, sagt Jochum. In ihrer neuen Funktion als Chefin möchte sie Teil des Teams bleiben und flache Hierarchien leben, erzählt Jochum weiter: „Meine Tür ist immer offen.“



