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Konzept zur Darmsanierung setzt auf mehrere Phasen und Nahrungsergänzungen

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Darmsanierung

In der Gesundheitsberatung und Alternativmedizin werden unterschiedliche Ansätze zur sogenannten Darmsanierung diskutiert. Dabei geht es um Maßnahmen, die die Darmflora stabilisieren und Beschwerden wie Blähungen oder Reizdarmsymptome lindern sollen. Ein vorgestelltes Konzept beschreibt eine Behandlung in zwei Phasen, bei der verschiedene Nahrungsergänzungsmittel kombiniert eingesetzt werden.

Der Ansatz geht davon aus, dass der Darm eine zentrale Rolle für das Immunsystem spielt. Nach dieser Darstellung entstehen „70% des Immunsystems […] im Darm“. Deshalb müsse eine Darmsanierung auch das Immunsystem berücksichtigen.

In der ersten Phase des Konzepts werden mehrere Präparate empfohlen. Dazu zählen Vitamin D und Omega-3-Fettsäuren, die nach Ansicht des Autors das Immunsystem unterstützen sollen. Zusätzlich wird ein Mineralstoffprodukt auf Basis des vulkanischen Gesteins Zeolith vorgeschlagen, das Stoffe wie Histamin im Darm binden soll. „Das hat die Eigenschaft, dass es Histamin aufsaugt, wie ein Schwamm“, heißt es in der Beschreibung. Histamin wird dabei als möglicher Auslöser von Blähungen und Bauchbeschwerden genannt.

Ergänzend wird in dieser Phase auch Kurkuma empfohlen. Dabei wird darauf hingewiesen, dass Produkte mit einem möglichst hohen Anteil des Wirkstoffs Curcumin verwendet werden sollten. Die erste Phase der Kur dauert laut Beschreibung im Durchschnitt etwa vier Monate. In dieser Zeit sollen sich Beschwerden wie Blähungen häufig deutlich verringern.

Anschließend folgt eine zweite Phase, in der der Aufbau der Darmflora im Mittelpunkt steht. Der menschliche Darm beherbergt eine große Anzahl von Mikroorganismen, die zusammen als Mikrobiom bezeichnet werden. Dieses könne bei Verdauungsproblemen aus dem Gleichgewicht geraten sein. Ziel sei es daher, die Zusammensetzung der Darmbakterien wieder zu stabilisieren.

Neben Vitamin D und Omega-3-Fettsäuren wird in dieser Phase ein Probiotikum empfohlen. Solche Präparate enthalten lebende Bakterienstämme, die die Darmflora unterstützen sollen. Zusätzlich wird ein weiteres Produkt genannt, das verschiedene Nährstoffe in mikroskopisch kleinen Fettkügelchen enthält, um deren Aufnahme im Darm zu erleichtern.

Nach der Darstellung des Konzepts kann eine mehrmonatige Anwendung dieser Maßnahmen die Darmfunktion stabilisieren. Außerdem wird empfohlen, die Behandlung einmal jährlich für einen kürzeren Zeitraum zu wiederholen, um die Darmgesundheit langfristig zu unterstützen.

Fachleute weisen jedoch grundsätzlich darauf hin, dass bei anhaltenden oder starken Verdauungsbeschwerden zunächst eine medizinische Abklärung erfolgen sollte, um ernsthafte Erkrankungen auszuschließen. Erst danach können geeignete therapeutische Maßnahmen entschieden werden.

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