Start News BARMER unterstützt Initiative für geschlechtersensible Medizin im Saarland

BARMER unterstützt Initiative für geschlechtersensible Medizin im Saarland

0
549
Symbolfoto

Die Krankenkasse BARMER hat den gemeinsamen Antrag von SPD- und CDU-Fraktionen im saarländischen Landtag zur Stärkung der Frauengesundheit und zur Förderung geschlechtersensibler Medizin begrüßt. Ziel der Initiative ist es, medizinische Unterschiede zwischen den Geschlechtern stärker zu berücksichtigen und entsprechende Erkenntnisse in Versorgung, Ausbildung und Forschung einzubeziehen.

Dunja Kleis, Landesgeschäftsführerin der BARMER in Rheinland-Pfalz und im Saarland, sieht in dem politischen Vorstoß einen wichtigen Schritt. „Von einer Medizin, die Unterschiede zwischen den Geschlechtern berücksichtigt, profitieren alle Menschen. Es ist gut, dass es nun auch im Saarland eine politische Initiative zur Förderung von Gendermedizin gibt. Das Geschlecht eines Menschen ist mitverantwortlich dafür, mit welchen Symptomen sich Krankheiten äußern und wie die beste Behandlung aussieht.“

Als Beispiele für geschlechtsspezifische Unterschiede nennt die Krankenkasse unter anderem Erkrankungen des Verdauungssystems. „Männer erkranken häufiger an Darmkrebs, Frauen öfter am Reizdarmsyndrom. Die Darmflora wird durch geschlechterspezifische Darmbakterien beeinflusst wird. Auch stellen Frauen weniger Magensäure her, was sich auf die Verdauung auswirkt“, erklärt Kleis.

Nach Auffassung der BARMER sollte das Thema Gendermedizin künftig stärker in der Ausbildung von Fachkräften im Gesundheitswesen sowie in der wissenschaftlichen Forschung verankert werden. Ziel sei es, Diagnostik und Behandlung langfristig stärker an individuellen biologischen Voraussetzungen auszurichten.

Kommentieren Sie den Artikel

Bitte geben Sie Ihren Kommentar ein!
Bitte geben Sie hier Ihren Namen ein